Finanzwiki
Finanzbegriffe einfach erklärt — in der Sprache, die du verstehst.
50-30-20-Regel
Die 50-30-20-Regel ist die bekannteste Budgetregel der Welt. Sie teilt dein Nettoeinkommen in drei einfache Kategorien: 50% für Bedürfnisse, 30% für Wünsche und 20% für Sparen und Schuldenabbau. Entwickelt von Elizabeth Warren und ihrer Tochter Amelia Warren Tyagi.
Aktie
Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen. Wenn du eine Aktie kaufst, gehört dir ein kleines Stück dieses Unternehmens. Steigt der Wert des Unternehmens, steigt der Wert deiner Aktie. Sinkt er, sinkt auch dein Anteil.
Bonität & Kreditwürdigkeit
Deine Bonität ist dein finanzieller Ruf — sie sagt Banken, Vermietern und Mobilfunkanbietern wie zuverlässig du deine Rechnungen bezahlst. Je besser die Bonität, desto leichter bekommst du Kredite, Wohnungen und Verträge.
Budgetregeln
Budgetregeln sind einfache Faustformeln die dir sagen, wie du dein Nettoeinkommen aufteilen solltest. Die bekannteste ist die 50-30-20-Regel. Aber es gibt bessere.
Conscious Spending Plan
Der Conscious Spending Plan ist eine Budget-Methode die davon ausgeht, dass du nicht weniger ausgeben musst — sondern bewusster. BudgetHeld ist im Endeffekt ein Hybrid: das Ziel ist, jedem Euro zu sagen was er tun soll und auf null zu kommen. Gleichzeitig nehmen wir uns die Flexibilität des Conscious Spending Plans und reduzieren den Aufwand extrem. Es geht nicht um maximale Kontrolle — sondern um Bewusstsein und Automatisierung.
Depot
Ein Depot ist ein Konto auf dem deine Wertpapiere (Aktien, ETFs, Anleihen) verwahrt werden. Ohne Depot kannst du nicht investieren — es ist das Gegenstück zum Girokonto, nur für Investments statt für den Zahlungsverkehr.
Dispositionskredit
Der Dispositionskredit ist die Möglichkeit, dein Girokonto ins Minus zu überziehen. Klingt praktisch — ist aber einer der teuersten Kredite überhaupt. Dispo-Zinsen liegen typisch bei 10–15% pro Jahr.
Diversifikation
Diversifikation heißt: verteile dein Geld auf verschiedene Anlagen, damit der Verlust einer einzelnen Position nicht dein ganzes Vermögen gefährdet. Die Grundregel: lege nicht alle Eier in einen Korb.
Dividende
Eine Dividende ist eine Gewinnbeteiligung die ein Unternehmen an seine Aktionäre auszahlt — normalerweise einmal pro Jahr oder pro Quartal. Wenn du Aktien oder einen ausschüttenden ETF besitzt, bekommst du regelmäßig Geld auf dein Depot, ohne etwas zu verkaufen.
ETF-Sparplan
Ein ETF-Sparplan ist eine automatische, regelmäßige Investition in einen börsengehandelten Indexfonds. Ideal für alle, die sich nicht ständig mit Aktien und Finanzmärkten beschäftigen wollen — sondern einfach und bequem Vermögen aufbauen möchten. Einmal einrichten, dann läuft es.
Finanzpolster
Ein Finanzpolster ist ein Geldbetrag den du für unerwartete Ausgaben beiseitegelegt hast — Autoreparatur, kaputte Waschmaschine, plötzlicher Jobverlust. Er gibt dir die Freiheit, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben statt in Panik zu geraten.
Fixkosten-Ratio
Die Fixkosten-Ratio ist der Prozentsatz deines Nettoeinkommens, der für Lebenshaltungskosten draufgeht — Wohnen, Auto und sonstige laufende Kosten. Sie zeigt dir ob du im Rahmen lebst oder ob dein Lebensstil zu teuer ist.
Guilt Free — Bedenkenfreies Ausgeben
Guilt Free ist Geld das du ohne schlechtes Gewissen ausgeben darfst — für Essen gehen, Hobbys, Elektronik, Ausflüge, alles was dir Freude macht. Es ist kein Luxus, sondern ein bewusster Teil deines Budgets.
Haushaltsbuch
Ein Haushaltsbuch ist ein Protokoll aller Einnahmen und Ausgaben — traditionell auf Papier, heute meist als App. Das Problem: die wenigsten schaffen es, tägliche Routinen umzusetzen. Ein Haushaltsbuch zwingt dich dazu, jeden Tag deine Ausgaben aufzulisten. Die meisten Leute scheitern. Das führt zu Frust — und darunter leiden deine Finanzen.
Haushaltsbudget
Ein Haushaltsbudget fasst alle Einnahmen und Ausgaben eines Haushalts zusammen — nicht pro Person, sondern für die ganze Familie. Egal ob beide verdienen oder nur einer: das Geld fließt in einen Topf, das Budget verteilt es.
Inflation
Inflation ist den meisten Menschen erst durch die Zinserhöhungen in der Folge von Corona wirklich bewusst geworden. Davor gab es das Thema kaum — Preise stiegen langsam, niemand hat es gemerkt. Seither spüren wir alle die Teuerung. Der eine mehr, der andere weniger, aber sie ist real geworden. Genau deshalb ist es wichtig, sich mit Investments zu befassen — sei es ein ETF-Sparplan oder etwas anderes. Denn Geld das nur auf dem Konto liegt, verliert jedes Jahr an Wert.
Kindergeld & Familienbeihilfe
Kindergeld bzw. Familienbeihilfe ist eine staatliche Leistung die Familien für jedes Kind erhalten. Für die meisten Familien ist es ein fester Teil des Einkommens — deshalb haben wir es in BudgetHeld auch in der Einkommenskategorie. Aber wenn wir langfristig denken, ist es die perfekte Möglichkeit um für die Zukunft des Kindes vorzusorgen. Wenn möglich: so viel wie nur geht auf die Seite legen, um deinem Kind einen Start ins Leben zu ermöglichen.
Lebenshaltungskosten
Lebenshaltungskosten sind alle Ausgaben die du zum Leben brauchst — Wohnen, Auto, Lebensmittel, Versicherungen, Telefon, Kleidung. Alles was du nicht einfach weglassen kannst.
Monatsbudget
Ein Monatsbudget ist ein Plan für dein Geld — bevor der Monat anfängt. Du entscheidest im Voraus wie viel du für Wohnen, Lebensmittel, Sparen und Spaß ausgibst. Die meisten Budget-Apps sind eigentlich Ausgabentracker. Der Unterschied? Ein Ausgabentracker lässt dich Beträge eingeben. Ein Budget zwingt dich dazu, dich wirklich mit deinen Finanzen auseinanderzusetzen.
Nettoeinkommen
Dein Nettoeinkommen ist der Betrag der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben auf deinem Konto landet. Das ist die Zahl die zählt — dein Budget basiert immer auf Netto, nie auf Brutto.
Rendite
Die Rendite ist der Gewinn, den du mit einer Geldanlage erzielst — in Prozent pro Jahr. Sie sagt dir, wie viel dein investiertes Geld für dich arbeitet.
Reserve / Potential
Die Reserve ist der Betrag der übrig bleibt nachdem du alle Ausgaben, Sparen, Investieren und Guilt Free abgezogen hast. Bei den meisten Budget-Tools ist eine hohe Reserve gut. Bei BudgetHeld ist das anders.
Sondertilgung
Eine Sondertilgung ist eine zusätzliche Zahlung auf deinen Kredit — über die reguläre Monatsrate hinaus. Sie reduziert die Restschuld schneller und spart dir Zinsen.
Sparquote
Deine Sparquote sagt mehr über dich aus als dein Gehalt. Sie ist die wichtigste Kennzahl für deinen finanziellen Erfolg — der Prozentsatz deines Nettoeinkommens, den du monatlich zur Seite legst. Egal ob du 2.000 oder 5.000 € verdienst: wer nichts spart, baut nichts auf.
TER (Total Expense Ratio)
Die TER ist die jährliche Kostenquote eines Fonds oder ETFs — sie sagt dir, wie viel Prozent deines investierten Geldes jedes Jahr für Verwaltung, Lizenz und Betrieb abgezogen werden. Bei ETFs typisch 0,1–0,5%, bei aktiven Fonds oft 1,5–2%.
Thesaurierend vs. Ausschüttend
Bei ETFs gibt es zwei Varianten: thesaurierende ETFs legen Dividenden automatisch wieder an (dein Geld wächst schneller durch Zinseszins). Ausschüttende ETFs zahlen die Dividenden auf dein Konto aus (du bekommst regelmäßig Cash).
Tilgungsrate
Die Tilgungsrate ist der Betrag, den du monatlich zur Rückzahlung eines Kredits zahlst. Sie besteht aus zwei Teilen: Tilgung (Schuldenabbau) und Zinsen (Kosten für den Kredit).
Vermögensaufbau
Vermögensaufbau bedeutet, systematisch Geld anzusparen und zu investieren, damit dein Vermögen über die Zeit wächst. Das Wichtigste neben dem Start ist das Durchhalten. Die meisten kommen nie in den Genuss des Zinseszins-Effekts, weil sie zu früh aufhören. Es dauert ein bisschen bis man es wirklich sieht — aber wenn der Ball einmal rollt, ist er nicht mehr zu bremsen.
Zinseszins
Zinseszins bedeutet: du bekommst Zinsen auf deine Zinsen. Dein Geld wächst nicht linear, sondern exponentiell — wie ein Schneeball der bergab rollt und immer größer wird.